Herzlich willkommen liebe Rosenfreunde

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Die Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V. unter neuer Leitung

Auf dem diesjährigen Rosenkongress der Gesellschaft in Zweibrücken wählten die Mitglieder mit überwältigender Mehrheit Prof. Dr. Hans-Peter Mühlbach (68) aus Uetersen bei Hamburg zum Nachfolger von Bernd Weigel, der seit 1996 als GRF-Präsident tätig war und nicht mehr antrat.

Als eine "äußerst reizvolle Aufgabe" bezeichnete es Hans-Peter Mühlbach, die Verantwortung für die Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V. mit ihrer langen Tradition und einer großer Bedeutung zu übernehmen. Seine "Begeisterung für Rosen und die Lust, an der Verbreitung des Wissens über Rosen - ihren Ursprung, ihre Pflege, ihre Biologie und ihre Bedeutung in unserer Kultur - mitwirken zu können" habe schließlich den Ausschlag gegeben, für dieses verantwortungsvolle Amt zu kandidieren. Er setze, so sagte der neue Präsident, nun in hohem Maße auf die Bereitschaft der Mitglieder zu einer aktiven Mitwirkung in der Gesellschaft, auf die unterstützende Begleitung durch die "Freundeskreise" der Gesellschaft sowie auf Aktivität und Engagement vor Ort. Die Nutzung neuer Kommunikationsmöglichkeiten, attraktive Veranstaltungen auf allen Ebenen, gemeinsame Aktivitäten mit befreundeten Organisationen und die internationale Zusammenarbeit sieht Hans-Peter Mühlbach als Aufgaben-Schwerpunkte der Gesellschaft im Rahmen der Erfüllung ihrer satzungsgemäßen Aufgaben.

Hans-Peter Mühlbach, 1946 in Weilersteußlingen (Alb-Donau-Kreis) geboren, studierte Biologie und Chemie an der Universität Tübingen, promovierte 1973 zum Dr. rer. nat. und war danach an den Universitäten Tübingen und Gießen sowie am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried (Schwerpunkte Molekularbiologie von Pflanzenkrankheiten) wissenschaftlich tätig. Nach seiner Habilitation im Jahr 1984 an der Universität München war er von 1988 bis 2011 Professor für Molekulare Genetik an der Universität Hamburg. Im Jahr 2009 ist Hans-Peter Mühlbach in die Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V. eingetreten. Er ist Gründungsmitglied des Fördervereins in der GRF e.V. "Freunde und Förderer des Rosariums Uetersen e.V." sowie Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der GRF-Stiftung und ist - neben vielbeachteten Veröffentlichungen in seinem Fachgebiet - in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Vorträgen und Veröffentlichungen zum Thema "Rosen" in Erscheinung getreten.

18 Jahre an der Spitze der Rosen-Gesellschaft

Nach Ausbildung zum Gärtner sowie Studium der Gartenkunst und Landschaftsgestaltung war der bisherige Präsident Bernd Weigel (Jahrgang 1938) seit 1970 Chef des Gartenamtes in Baden-Baden und engagierte sich bereits Anfang der 70er-Jahre für den Verein der Rosenfreunde, wurde 1974 Leiter des Freundeskreises Baden und 1975 Beirat. Auch international ist Bernd Weigel eine hoch geschätzte „Rosen-Persönlichkeit“. So war er unter anderem neun Jahre lang Vorsitzender des „International Rose Trials Committee“ und von 1997-2003 Vizepräsident der „World Federation of Rose Societies“. 

Bild: GRF

Während seiner Amtszeit hat der ausgewiesene Rosenfachmann in einer Vielzahl von Vorträgen und Veröffentlichungen sowie während vieler "Rosenreisen" in alle Welt sein Wissen weitergegeben und den Rosenfreunden neue Erkenntnisse und Erlebnisse vermittelt. Unter der Vielzahl der Aktivitäten Bernd Weigels kommt der Gestaltung von Rosengärten besondere Bedeutung zu: Im Rahmen der Landesgartenschau in Baden-Baden konzipierte er den Rosenneuheitengarten auf dem Beutig, er entwarf den Jubiläumsgarten im Europa-Rosarium Sangerhausen anlässlich des 100-jährigen Bestehens und gestaltete den Blindengarten in Zweibrücken.

In seine Amtszeit fiel unter anderem die Umbenennung des Vereins in Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V., die bis 2006 als "Verein Deutscher Rosenfreunde" firmiert hatte, sowie das 125-jährige Jubiläum der Gesellschaft. Aus diesem Anlass initiierte Bernd Weigel auch das Jubiläumsbuch der Gesellschaft, das unter dem Titel "Rosenwelten" einen bis dahin einmaligen Einblick in Geschichte, Kultur, Gärten und Persönlichkeiten rund um die Rose gibt. Das Buch fand und findet außergewöhnliche Beachtung und wurde mit zwei hohen Auszeichnungen geehrt, mit dem "WFRS Literary Award 2009" der World Federation of Rose Societies als "besonders empfehlenswertes Rosenbuch" und dem "DGG-Buchpreis" der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft (DGG). "Mit den besten Wünschen für eine erfolgreiche und persönlich erfüllende Präsidentschaft" gratulierte Bernd Weigel seinem Nachfolger und wünschte ihm "viel Kraft und Energie sowie große Unterstützung aus dem Kreis der Mitglieder, aber auch viel Freude in diesem verantwortungsvollen Amt". Er selbst, so Bernd Weigel, werde selbstverständlich auch weiterhin der Rose und der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V. eng verbunden bleiben: "Rosen waren und sind ein Teil meines Lebens und sie werden es auch immer bleiben"

Deutscher Gartenbuchpreis 2014

Foto: Schloss Dennenlohe

Wir freuen uns sehr, Sie darüber informieren zu können, dass unsere Publikation "Rosengärten in Deutschland" mit dem dritten Platz in der Kategorie "Bester Gartenreiseführer" beim "Deutschen Gartenbuchpreis 2014" ausgezeichnet wurde. Herbert Gömmel, 1. Vizepräsident, nahm die Auszeichnung auf Schloss Dennenlohe persönlich entgegen.

Internationaler Rosenneuheitenwettbewerb

Goldene Rose von Baden-Baden

Mit dem international bedeutenden Ehrenpreis „Goldene Rose von Baden-Baden“ wurde am 17. Juni 2014 in Baden-Baden eine noch nicht benannte Floribundarose ausgezeichnet, die momentan den Züchterkürzel „dalwinter“ trägt. Sie stammt von dem jungen italienischen Rosenzüchter Davide Dalla Libera von der Firma Novaspina aus Teolo in der Nähe von Padua. 

Die Rose ist damit die beste Rose des Jahres im einzigen internationalen Rosenneuheitenwettbewerb in Deutschland und begeisterte die Jury durch ihre einfachen weißen, leicht duftenden Blüten und ihre überbordende Blütenfülle. Zudem ist sie gesund und hat einen kompakten Wuchs, was sie für Beetbepflanzungen auch in kleinen Gärten besonders geeignet erscheinen lässt. Die schöne unbekannte Rose des italienischen Züchters hatte sich am 17. Juni in einem außergewöhnlich starken Feld herausragender Floribundarosen durchgesetzt. 

Ehrenpreis der GRF e.V.

Zum 62. Rosenneuheitenwettbewerb in Baden-Baden waren am 17. Juni mehr als 120 Rosenexperten und Rosenzüchter aus 19 verschiedenen Ländern in den Rosenneuheitengarten auf dem Beutig gekommen, um 146 Rosenneuheiten zu bewerten. Der Rosenneuheitenwettbewerb, der vom Gartenamt der Stadt Baden-Baden veranstaltet wird, gilt inzwischen als der wichtigste Rosenneuheitenwettbewerb in Europa und hat bei den Züchtern einen hohen Stellenwert. Daher gilt die Auszeichnung „Goldene Rose von Baden-Baden“ als eine der wichtigsten Auszeichnungen für eine Rosenneuheit in Europa.

Den Ehrenpreis der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V. erhielt das Rosenzüchterhaus Noack für eine bezaubernde gelbe Floribundarose. 

Text und Bilder Markus Brunsing, Gartenamt Baden-Baden