Herzlich willkommen liebe Rosenfreunde

Es freut uns, dass Sie auf unsere Homepage gefunden haben, wir laden Sie sehr herzlich zum Stöbern und zum Entdecken ein.

Während Rosenfreunde und Gärtner ihren Garten auf den Winter vorbereiten, wollen wir bei den Rosenzüchtern nachfragen, womit sie derzeit beschäftigt sind. Wir freuen uns, dass uns Alexander Kordes aus dem Haus W. Kordes´ Söhne unsere Fragen beantwortet.

Was passiert gerade bei den Rosenzuchtbetrieben?
Alexander Kordes: Bei den Rosenbetrieben ist momentan Versandzeit. Die Handelssorten auf den Feldern werden maschinell gerodet, nach Qualitäten sortiert und auf das Verschicken zu unseren Kunden vorbereitet. Zudem begann bei uns die Aussaat der Hagebutten, die in den letzten Wochen geerntet und nun geöffnet werden, um an die Saatkörner zu gelangen. Nach einer kurzen Reinigung werden diese direkt im Gewächshaus ausgesät. Im kommenden März erblicken dann die nächsten potentiellen Sorten das Licht der Welt. Doch die müssen sich aber noch 8-10 Jahre von uns prüfen lassen und sicherst beweisen.

Beweisen müssen sich die Rosen ja auch bei der ADR-Prüfung und bei den Rosenneuheitenwettbewerben.
Alexander Kordes: Auch das überlegen wir uns in diesem Tagen. Welche Sorten schicken wir zu den weltweiten Rosenwettbewerben (z.B. Baden-Baden, Lyon, Barcelona, Saverne, Den Haag) und zu den ADR-Prüfgärten. Wir versenden dann im November unsere Zöglinge an die verschiedenen Prüfungsstandorte

Vor dem Versenden der Neuheiten und der Aussaat von Hagebutten kommt ja erst einmal das Züchten. Wie sieht da euer Ablauf aus?
Alexander Kordes: Wir roden im Oktober die Rosen, die uns auf dem Feld besonders positiv aufgefallen sind, um diese im kommenden Frühjahr zu topfen und dann in unserem Züchtungsprogramm als Mutter- oder Vaterpflanze zu verwenden. Im Dezember und Januar setzen wir uns zusammen und überlegen uns einen Kreuzungsplan, den wir in der Bestäubungszeit im Frühjahr ab Ende April abarbeiten. Insgesamt ist es für uns Züchter nach einem arbeitsintensiven Frühjahr und Sommer nun deutlich ruhiger und man findet wieder etwas Zeit für seine Liebsten.

Vielen Dank, lieber Herr Kordes, für die Auskunft. Schon jetzt freuen wir uns alle auf die neuen Rosen aus dem Hause W. Kordes´ Söhne und sind gespannt welche Neuheiten uns erwarten.
Bilder: GRF

Die Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V. unter neuer Leitung

Auf dem diesjährigen Rosenkongress der Gesellschaft in Zweibrücken wählten die Mitglieder mit überwältigender Mehrheit Prof. Dr. Hans-Peter Mühlbach (68) aus Uetersen bei Hamburg zum Nachfolger von Bernd Weigel, der seit 1996 als GRF-Präsident tätig war und nicht mehr antrat.

Als eine "äußerst reizvolle Aufgabe" bezeichnete es Hans-Peter Mühlbach, die Verantwortung für die Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V. mit ihrer langen Tradition und einer großer Bedeutung zu übernehmen. Seine "Begeisterung für Rosen und die Lust, an der Verbreitung des Wissens über Rosen - ihren Ursprung, ihre Pflege, ihre Biologie und ihre Bedeutung in unserer Kultur - mitwirken zu können" habe schließlich den Ausschlag gegeben, für dieses verantwortungsvolle Amt zu kandidieren. Er setze, so sagte der neue Präsident, nun in hohem Maße auf die Bereitschaft der Mitglieder zu einer aktiven Mitwirkung in der Gesellschaft, auf die unterstützende Begleitung durch die "Freundeskreise" der Gesellschaft sowie auf Aktivität und Engagement vor Ort. Die Nutzung neuer Kommunikationsmöglichkeiten, attraktive Veranstaltungen auf allen Ebenen, gemeinsame Aktivitäten mit befreundeten Organisationen und die internationale Zusammenarbeit sieht Hans-Peter Mühlbach als Aufgaben-Schwerpunkte der Gesellschaft im Rahmen der Erfüllung ihrer satzungsgemäßen Aufgaben.

Hans-Peter Mühlbach, 1946 in Weilersteußlingen (Alb-Donau-Kreis) geboren, studierte Biologie und Chemie an der Universität Tübingen, promovierte 1973 zum Dr. rer. nat. und war danach an den Universitäten Tübingen und Gießen sowie am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried (Schwerpunkte Molekularbiologie von Pflanzenkrankheiten) wissenschaftlich tätig. Nach seiner Habilitation im Jahr 1984 an der Universität München war er von 1988 bis 2011 Professor für Molekulare Genetik an der Universität Hamburg. Im Jahr 2009 ist Hans-Peter Mühlbach in die Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V. eingetreten. Er ist Gründungsmitglied des Fördervereins in der GRF e.V. "Freunde und Förderer des Rosariums Uetersen e.V." sowie Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der GRF-Stiftung und ist - neben vielbeachteten Veröffentlichungen in seinem Fachgebiet - in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Vorträgen und Veröffentlichungen zum Thema "Rosen" in Erscheinung getreten.

Deutscher Gartenbuchpreis 2014

Foto: Schloss Dennenlohe

Wir freuen uns sehr, Sie darüber informieren zu können, dass unsere Publikation "Rosengärten in Deutschland" mit dem dritten Platz in der Kategorie "Bester Gartenreiseführer" beim "Deutschen Gartenbuchpreis 2014" ausgezeichnet wurde. Herbert Gömmel, 1. Vizepräsident, nahm die Auszeichnung auf Schloss Dennenlohe persönlich entgegen.

Internationaler Rosenneuheitenwettbewerb

Goldene Rose von Baden-Baden

Mit dem international bedeutenden Ehrenpreis „Goldene Rose von Baden-Baden“ wurde am 17. Juni 2014 in Baden-Baden eine noch nicht benannte Floribundarose ausgezeichnet, die momentan den Züchterkürzel „dalwinter“ trägt. Sie stammt von dem jungen italienischen Rosenzüchter Davide Dalla Libera von der Firma Novaspina aus Teolo in der Nähe von Padua. 

Die Rose ist damit die beste Rose des Jahres im einzigen internationalen Rosenneuheitenwettbewerb in Deutschland und begeisterte die Jury durch ihre einfachen weißen, leicht duftenden Blüten und ihre überbordende Blütenfülle. Zudem ist sie gesund und hat einen kompakten Wuchs, was sie für Beetbepflanzungen auch in kleinen Gärten besonders geeignet erscheinen lässt. Die schöne unbekannte Rose des italienischen Züchters hatte sich am 17. Juni in einem außergewöhnlich starken Feld herausragender Floribundarosen durchgesetzt. 

Ehrenpreis der GRF e.V.

Zum 62. Rosenneuheitenwettbewerb in Baden-Baden waren am 17. Juni mehr als 120 Rosenexperten und Rosenzüchter aus 19 verschiedenen Ländern in den Rosenneuheitengarten auf dem Beutig gekommen, um 146 Rosenneuheiten zu bewerten. Der Rosenneuheitenwettbewerb, der vom Gartenamt der Stadt Baden-Baden veranstaltet wird, gilt inzwischen als der wichtigste Rosenneuheitenwettbewerb in Europa und hat bei den Züchtern einen hohen Stellenwert. Daher gilt die Auszeichnung „Goldene Rose von Baden-Baden“ als eine der wichtigsten Auszeichnungen für eine Rosenneuheit in Europa.

Den Ehrenpreis der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V. erhielt das Rosenzüchterhaus Noack für eine bezaubernde gelbe Floribundarose. 

Text und Bilder Markus Brunsing, Gartenamt Baden-Baden