Garten Amolsch und Krautheim

Gartenbeschreibung: 
Adalbert Stifter beschreibt in seinem Roman „Nachsommer“ ein Haus, das „über und über mit Rosen bewachsen war und alle diese roten und weißen Rosen blühten zur gleichen Zeit.“ Ein solches Haus müssen Sie sich vorstellen, wenn Sie zu uns im Juni kommen.

Wir, Lisa Krautheim und Hans Amolsch, haben 1993 in Birlenbach, 7 km südlich von Wissembourg, einen Bauernhof gekauft. Es ist ein blaues Fachwerkhaus von 1787 - ein geschlossenes fränkisches Gehöft. Das ganze Dorf ist in diesem Stil erhalten. Es zählt zu den „Schwedendörfern“ im nördlichen Elsass. Da wir Maler sind –Lisa Aquarell – Hans Öl-Bilder – war es uns ein Anliegen, das Gehöft möglichst authentisch und malerisch zu erhalten. Direkt hinter dem Wohnhaus ist ein Wintergarten, darüber das Atelier. Daran angebaut ist ein ehemaliger Heuboden, nun Ausstellungsraum für unsere Bilder. Es folgen in der Scheune der Kuh- und Pferdestall. Nun blühen davor vier Kletterrosen und eine dunkelblaue Clematis. Besonders erhalten haben wir den kleinen Schweinestall mit Biberschwanzdeckung, der früher für Kleinbauern wichtig war. Hier gedeihen besonders gut Lisas Lieblingsblumen, die verschiedenartigen Hortensien. Sie finden aber dort auch Aronstab, Taglilien, Margeriten und viele andere schöne Pflanzen.

Hinter der Scheune führt eine kleine Treppe Richtung Süden am steinernen Tamburinspieler vorbei in den Rosengarten zur Gloriette, wie man hier zum Gartenpavillon sagt. Dieser lädt zum Kaffeetrinken ein, denn man blickt von hier aus auf die ca. 500 Rosen, die rechts und links in den mit Buchs eingefassten Beeten blühen. Sie werden begleitet von Margeriten, Rittersporn, Pfingstrosen, Lilien, Taglilien, Iris und im Frühjahr von unzähligen Schneeglöckchen, Narzissen und Tulpen. Zwischen den Beeten rechts und links liegt eine beruhigend wirkende Obstbaumwiese. In deren Mitte steht eine Rosenlaube, die von 5 Meter langen Trieben der süß duftenden 'Paul Noel' überwachsen ist. Ihre kleinen Büschel sind gefüllt, gefaltet, haben glänzendes Laub. In der Laube steht ein kleines Tischchen mit Kaffeekanne und zwei Sammeltassen. Es erinnert an die Zeit, als vielleicht Goethe mit seiner Friederike aus dem nahen Sesenheim einmal hier einen Nachmittag verbrachte und dabei zu seinem Heideröslein inspiriert wurde. Davor stehen zwei Putten, ein Mandolinespieler, der an das Ständchen des Don Giovanni erinnert, der Flötenspieler eher an einen Sommernachmittag. Auf ehemaligen Schultafeln sind mit Griffeln schöne Rosengedichte geritzt, wie z.B. September von Hermann Hesse oder „Ich sah des Sommers letzte Rose blühen“. So soll uns der Garten mit unseren Gedanken in die Welt der Dichter und Musiker führen. Am Ende des Grundstücks ist ein schmaler Weg, an dem rechts und links meist Historische Rosen blühen, z.B. die wunderschöne 'Reine des Violettes'. Dann geht der Garten in die Landschaft über. Ab und zu hält nur ein Elektrozaun die friedlich weidenden Kühe davon ab, an den schmackhaften Rosen zu naschen. Sonst ist der Garten nicht eingezäunt, sodass man die Grenzen des Grundstücks nicht erkennen kann (2400 qm).

Unser Dorf ist eines der schönsten im nördlichen Elsass. Es liegt in einer Mulde wie in einem Vogelnest. Es hat eine große historische Vergangenheit, auf die wir stolz sind. Das ehemaligen Wasserschloss auf einem Hügel über dem Dorf, von dem man eine wunderbare Aussicht auf die Schwarzwaldberge zur Hornisgrinde hat, wurde 1617 von Johann Casimir von Zweibrücken und seiner Frau Catharina von Schweden erbaut, der Schwester Gustav Adolfs. Er hat sie hier einmal besucht. Sie waren die Eltern des späteren Königs Karl X von Schweden. Von diesem Schloss stammen die vielen großen gelben Sandsteine, die nicht nur bei uns, sondern auch in den Nachbarhäusern und besonders in der Kirche verbaut wurden. 
Im Juni ist der Garten am schönsten. An den Wochenenden kann man ihn besichtigen. Am 19. Juni haben wir ein schönes Konzert mit Rosen- und Gartenliedern, dazu Gedichte. Ein besonderes Ereignis bei uns war der Besuch von über 100 Rosenfreunden aus aller Welt. Sie waren anlässlich der 125. Jahrfeier der GRF e.V. nach Baden-Baden gekommen. Der Abschluss war an einem Sonntagmorgen bei uns. Wie wir nun später feststellen konnten, ist dieser sonnige Tag nicht nur durch die „Kleinigkeiten“ von „Rebert, dem Starkonditor aus Weissenburg“, in schönster Erinnerung geblieben. Viele schwärmten auch noch von den vielen alten Gegenständen im Haus und Hof, die wir jahrelang aus Antiquitätenläden und Flohmärkten zusammengetragen haben. Viele dieser Dekorationen haben natürlich auch mit Rosen zu tun und sind auch bei Fotografen sehr beliebt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Abends sind wir telefonisch zu erreichen, Tagsüber sind wir weit weg vom Telefon……  im Garten.

Gartenbesitzer:
Hans Amolsch und Lisa Krautheim
50 Rue Principale
67160 Birlenbach
Frankreich 
Tel.: 00 333 88 80 40 90
Mehr über die Geschichte und über uns finden Sie unter www.Drachenbronn-Birlenbach.fr.