Die Gründung des Vereins Deutscher Rosenfreunde – jetzt Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V.
Friedrich Schneider begann 1860 eine Lehrtätigkeit als Zeichenlehrer an der Wittstocker Realschule (seit 1869 Gymnasium). Den Zusatz II hinter seinem Namen bekam er, da bereits ein Kollege den Namen Schneider trug. 1880 schied er aus gesundheitlichen Gründen aus dem Schulbetrieb aus.
Schon während seiner Gymnasialzeit hatte er sich für den Gartenbau interessiert, sowohl für den Anbau der Kulturen, als auch für die Gestaltung von Gärten. Als Lehrer sah er die Notwendigkeit einer besseren Ausbildung der Söhne der märkischen Bauerngutsbesitzer. So wurde ein Antrag zur Einrichtung einer Landwirtschaftsschule gestellt und bald darauf genehmigt. Friedrich Schneider II wurde zum Direktor bestellt. Am 12. Oktober 1885 wurde die Ackerschule in Wittstock eröffnet.
Seine besondere Aufmerksamkeit galt jedoch den Rosen. Die Vielzahl der Sorten war kaum objektiv in der Qualität zu beurteilen. So kam er auf die Idee, einen Fragebogen zu erarbeiten und diesen an alle Rosengärtnereien zu schicken und in Gartenmagazinen zu veröffentlichen: „Aufruf zur Beantwortung eines Fragebogens: Abstimmung über die schönsten Rosenvarietäten“. 172 Teilnehmer antworteten.
Der Wunsch nach einer Vereinigung aller Rosenfreunde wurde stärker und so erfolgte ein Aufruf zur Gründung eines „Deutschen Rosisten Vereins“. Der Ort lag noch nicht fest. Eine Verbindung zu einer Rosenausstellung sollte aber gegeben sein. Favorisiert wurde Erfurt. Es gibt keine Angabe, warum die Gründungssitzung von Erfurt (Juli) auf den 28. September 1883 nach Hamburg verlegt wurde. Das Protokoll der Sitzung führte Schneider II, das Referat Professor Dr. Wittmack. Nach längerer Diskussion wurde die Gründung des Vereins mit der Bezeichnung „Verein deutscher Rosenfreunde“ einstimmig angenommen.
Zum ersten Präsidenten wurde Ulrich Hofmarschall von St. Paul-Illaire gewählt.
Auszug aus „Rosenwelten“ – Jubiläumsbuch der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V.


