25. Kasseler Rundgespräch

Zu diesem Jubiläums-Rundgespräch vom 23. bis 26. August 2012 trafen sich die Rosenfreunde aus allen Teilen Deutschlands, aus Belgien und den Niederlanden im Tagungszentrum der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Stuttgart-Hohenheim.

Die Referenten Ingrid Behnke, Dr. Bettina Elbern-Nguyen, Heiko Hübscher, Thomas Proll, Eilike Vemmer und Karla Wagner berichteten über verschiedene Aspekte des diesjährigen Themas: "Rosen für kleine Gärten und für Töpfe auf Terrassen und Balkonen". Das Rundgespräch, unter der Leitung von Eilike Vemmer und Karla Wagner, wurde von Klaus-Jürgen Strobel moderiert.

Klaus-Jürgen Strobel erhält die Ehrenurkunde

Nach dem Begrüßungsvortrag von Eilike Vemmer "Rosen für kleine Gärten" – eine Betrachtung der heutigen Gartensituation – und der Überreichung der Urkunde an Klaus-Jürgen Strobel zur Ehrenmitgliedschaft durch Herbert Gömmel, den 1. Vizepräsidenten, eröffnete Heiko Hübscher die Vortragsreihe mit seinem Thema:

"Rosenbögen und Obelisken".

In seiner Powerpoint-Präsentation zeigte er Anschauungsmaterial der vielseitigen Kletterhilfen für Hauswände, Bögen, Obelisken und Säulen und gab Tipps zur Pflanzung, Formierung und weiteren Pflege der Rosen.

Begeistert lauschen die Teilnehmer dem Vortrag von Heiko Hübscher

Dr. Bettina Elbern-Nguyen sprach über "Formen und Farben im kleinen Garten". In ihrem reich bebilderten Vortrag arbeitete sie mit dem Bild eines Bühnenstücks, in dem die verschiedenen Jahreszeiten mit dem Wachsen, Blühen, Fruchten und Vergehen der Pflanzen im Laufe der Zeit eine Wandlung vollziehen und so den Garten immer wieder neu gestalten.

"Historische Rosen für kleine Gärten" war das Thema von Eilike Vemmer. Sie begann ihren Vortrag mit dem Satz: "Wenn man nur wenige Quadratmeter Gartenfläche hat, sollte man dann nicht lieber moderne, bis zum Frost blühende Rosen pflanzen?" und zitierte anschließend Tess Allen ("The Rose Annual" 1970): "Besitzer kleiner Gärten erklären oft, sie hätten keinen Platz für eine einmalblühende Rose. Wie auch immer, dieselben Leute finden einen Platz für eine Forsythie". Mit Bild und detaillierter Beschreibung über Standort, Ernährung und Pflege von zwölf Historischen Rosen gab uns Frau Vemmer viele Informationen zur Sortenauswahl für unsere Gärten und Beratung von Freunden und Bekannten.

Einen umfassenden Vortrag mit vielen Bildbeispielen hielt Ingrid Behnke über "Rosen und ihre Begleiter – Warum Rosenbegleitpflanzen".

Sie sprach viele Aspekte an wie: Lange Blühdauer – Winteraspekt – Beeteinfassung – Wie sehen ideale Begleiter aus – Füllpflanzen – Clematis - Worauf zu achten ist. Außerdem hat sie eine umfangreiche Liste erarbeitet, unterteilt in verschiedene Blühformen wie: Stauden mit kerzenförmigen Blüten – schirm- und tellerförmige Blüten – filigrane Blüten – Kugeln und Köpfchen – Gräser u.a. 

"Gestaltung mit Kleinstrauchrosen", darüber sprach Thomas Proll. Kleinstrauchrosen gibt es schon lange, 'The Fairy' (Bental 1932) ist wohl die bekannteste von ihnen. Mehrere Jahrzehnte verschwand sie und kam 1970 zusammen mit "MEILLAND-Rosen" für das Öffentliche Grün und als Alternative für Bodendecker, z.B. Cotoneaster, Pachysandra u.a., wieder auf den Markt. Herr Proll sprach über die Schwierigkeit, den Begriff der "Kleinstrauchrose" als eigene Gruppe in die Kataloge aufzunehmen. Es gibt viele Möglichkeiten, mit ihnen Gruppen und Rabatten, als gemischte Pflanzung mit Stauden, im Einzelstand, als Stammrosen und in Kübeln auf Terrassen und Balkonen zu gestalten.

Der Vortrag von Karla Wagner befasste sich mit "Rosen in Töpfen". Anhand von Bildern von Rosenfreunden und Züchtern zeigte sie vielfältige Beispiele von Gefäßen und Möglichkeiten der Gestaltung. Im zweiten Teil ihres Vortrags sprach Frau Wagner über geeignete Sorten, deren Bedürfnisse und geeignete Standorte.

Park Hohenheim

Zwischen den interessanten Beiträgen gab es die Möglichkeit, an einer historischen oder botanischen Führung durch den Park Hohenheim mit seinem Arboretum teilzunehmen. Beide Führungen, in leichtem Regen, waren sehr interessant, die botanische vielleicht ein bisschen mehr.

Der Samstag gehörte unserer Stadt. Am Morgen wurden verschiedene Führungen im Zentrum Stuttgarts mit Wochenmarkt, Sonnenschein und eindrucksvollen Fotowolken angeboten, nachmittags besuchten wir den Höhenpark Killesberg. Nach einer Rundfahrt mit der Dampflokbahn besuchten wir das "Tal der Rosen". Der zuständige Gärtner, Herr Eisele, informierte über Neupflanzungen und machte auf die gelbe, im Juni getaufte,'Stuttgardia' von Kordes aufmerksam.

Eindrücke vom Killesberg

Es waren informative Tage mit vielen persönlichen Gesprächen und Anregungen. Zum Abschluss lud Frau Vemmer noch zur "Heritage Rose Conference und zum 26. Kasseler Rundgespräch" in Sangerhausen vom 19. bis 23. Juni 2013 ein.

Nach einem Dank von Karla Wagner an die Teilnehmer und Referenten und einem gemeinsamen Mittagessen endete das 25. Kasseler Rundgespräch in Stuttgart.

Text: Uschi Möder
Bilder: Brigitte Nebel, Katja Vero


Wussten Sie schon?

Am 18. Juni 2012 wurde in Stuttgart die Rosenneuheit  
Stuttgardia® getauft. Durch ihre halbgefüllten, offenen Blüten 
und leuchtendgelbe Farbe besitzt die Rose eine besonders große Anziehungkraft. Sie eignet sich sowohl für den Privatgarten als auch für öffentliches Grün.

Stuttgardia® hier, bei W. Kordes´ Söhne,  erhältlich

Wir bedanken uns herzlich bei W. Kordes´ Söhne für die Bildbereitstellung. Alle Rechte liegen ebenso dort.

Stuttgardia® - Leuchtendgelb, wie das Stadtwappen von Stuttgart.