’Hansestadt Rostock’ heißt die Rose des Jahres 2020

Das Votum ist eindeutig! Wenn es auch zu Anfang der Abstimmung noch nicht so aussah, steigerte sich der Stimmanteil für die Gewinnerrose im Laufe des letzten Spätsommers und Herbstes beeindruckend. Und so wählten die Mitglieder unserer Gesellschaft ’Hansestadt Rostock’, eine goldfarben blühende Beetrose aus dem Hause Tantau, zur neuen Rose des Jahres.

Die Wahl ist nur zu verständlich, denn es handelt sich um eine Züchtung, die seit ihrer Markteinführung im Jahr 2010 stetig an Beliebtheit dazu gewonnen hat. Sie fiel übrigens von Anfang an auf. Die Kreuzung der Rosen, die zur ’Hansestadt Rostock’ führte, hat noch Hans-Jürgen Evers vorgenommen. 
Auf den Testfeldern zog sie dann die Blicke des damals neuen Züchtungsleiters von Tantau, Jens Krüger, auf sich. „Da war erst einmal die auffällige Farbe, die irgendwo zwischen Apricot und Bernsteingelb steht. Dann kommen die für eine Beetrose relativ großen Blüten hinzu und die Eigenschaften, dass sie trotzdem schnell durchtreibt, kompakt wächst und hinreichend gesund bleibt. Und obendrein sieht sie selbst beim Verblühen noch sauber aus – die Beetwirkung wird niemals durch verschießende Farben getrübt und erst, wenn man die Blüten von Nahem sieht, stellt man fest, dass einige von ihnen ihren Zenit überschritten haben.“, fasst Jens Krüger seine ersten Eindrücke, die längst vielfach bestätigt wurden, zusammen.

Sehr schnell heimste ’Hansestadt Rostock’ (die im Sommer 2010 in Rostock getauft wurde) in diversen Wettbewerben beachtliche Erfolge ein: Zu den höchsten Auszeichnungen gehören die „Goldene Rose 2011 in Baden-Baden“, die Goldmedaille und der Journalistenpreis in Paris 2011 oder ebenfalls die Goldmedaille in Den Haag 2017. Die internationale Aufmerksamkeit war also geweckt.

Allerdings war der in Deutschland problemlose Name andernorts nicht besonders verkaufsfördernd – versuchen Sie einmal beispielsweise, einem Franzosen ein „H“ am Wortanfang in seiner Aussprache zu entlocken. So kam es dazu, dass ’Hansestadt Rostock’ in Frankreich ’Mythique’ heißt und dort „mythische“ Assoziationen hervorruft und ihr britische Name lautet ’Queen Bee’, also “Bienenkönigin“.

Von der Farbe, die durchaus als Honiggelb bezeichnet werden kann, passt das ideal. Und die Blüten sind nicht allzu voll gefüllt, sodass Bienen sich bestens am Pollen laben können. Und als Abwechslung zu den eher kleinblütigen „Bienenweide-Rosen“ von Rosen Tantau dürfte diese Bienenkönigin in jedem naturnahen Garten sehr schöne Akzente setzen.

Die „Rose des Jahres 2020“ ist einfach ein Multitalent: Farbstark ohne plakativ zu sein, problemlos als Gartenpflanze und dann auch noch ökologisch wertvoll.

Herzlichen Glückwunsch an das Züchterhaus Rosen Tantau und herzlichen Dank an alle, die mit abgestimmt haben.

Reaktion aus dem Haus Rosen Tantau

Liebe Rosenfreundinnen, liebe Rosenfreunde!

Als ich von der Wahl unserer 'Hansestadt Rostock' zur "Rose des Jahres 2020" erfuhr, fiel mir gleich ein, dass die Rose u.a. im 4 Liter-Container der Serie Flower Rain® angeboten wird. 

Dieser Begriff Flower Rain begegnet uns in letzter Zeit auch immer häufiger im social media-Bereich. Er bezeichnet ein öffentliches Überschütten mit Lob und Anerkennung von vielen Seiten. Diese relativ neue Verwendung des Begriffs verleiht unserer Marke Flower Rain® nun zusätzlich eine moderne und sehr schöne Bedeutung.   

Und mit Ihrer Stimme für unsere Rose aus einer Auswahl von vielen Spitzensorten haben Sie einen wahren Flower Rain auf 'Hansestadt Rostock' niederregnen lassen. Dafür danken wir Ihnen sehr herzlich.

Ihr
Jens Krüger
Züchtungsleiter Rosen Tantau

Nominiert waren:

‘Anastasia’
Auf etwa meterhohen Pflanzen erscheinen den ganzen Sommer über vollendet hochgebaute Blüten der Extraklasse. Der Crémeton der Blütenblätter verdichtet sich im Zentrum zu einem gelblichen Apricot. Hinzu kommt ein sehr starker fruchtiger Duft. Bemerkenswert ist neben der Wüchsigkeit der Sträucher das glänzende, sehr gesunde Laub das zur ADR-Auszeichnung beigetragen hat. (Adam/NIRP 2014; nominiert von Schultheis)

‘Colibri’
Die flirrend rosa-rote Zeichnung der gefüllten Blüten beschert dem Auftritt dieser Strauchrose etwas einzigartig Lebendiges, denn die Anordnung der Streifen und Maserungen fällt bei jeder Blüte etwas anders aus. Hinzu kommt ein gut wahrnehmbarer Duft und eine recht widerstandsfähige Belaubung. In guten Böden lässt sie sich auch als moderat wachsende Kletterrose einsetzen. (Meilland 2010; nominiert von Dräger)

’Fragonard’
Es gibt sie noch: Die klassische Edelrose mit vorwiegend einzeln stehenden Blüten. Hier zeigen sie sich in eleganter Form in einem hellen, weichen Rosa. Der starke Duft erinnert an Himbeeren, Mango, Aprikosen und Grapefruit. Die ausgewogen wachsenden, knapp meterhohen Sträucher haben eine attraktive, matte, gesunde Belaubung und blühen bis weit in den Spätherbst. (Delbard 2011; nominiert von Dräger)

’Frau Hilde Ruf’
Die halbgefüllten eher kleinen Blüten scheinen an der etwa 250 cm hohen Pflanzen in wahren Wolken zu schweben. Die beschwingte Leichtigkeit wird durch die zartrosa bis weißen Blüten bestimmt, die gut duften. Das Laub ist gesund und die stark wachsende, vieltriebige Pflanze blüht nach dem ersten Flor nach. Schneidet man Verblühtes nicht ab, gibt es viele Hagebutten. (Ruf 2010; nominiert von Ruf)

’Friedenslicht’
Beim Aufblühen schimmert die Knospe noch zartgelb, ehe sich die Farbe zu einem milchweiß aufhellt – in der Mitte der sehr stark gefüllten, leicht duftenden Blüte bleibt aber der Farbschatten lange erhalten. Die mit gesunden, glänzenden Blättern bedeckten Triebe der etwa 130 cm hohen Pflanzen neigen sich sehr anmutig, ohne dass die Blüten, die immer neu erscheinen, kippen. (Tantau 2015; nominiert von Tantau)

‘Hansestadt Rostock’
Diese Farbstellung ist unverwechselbar: Ein Bernsteinton der zuweilen ins Créme, ins Apricot oder ins Gold spielt, aber stets eine ausgezeichnete Fern- wie Nahwirkung hat. Die wetterfesten, locker gefüllten, leicht duftenden Blüten erscheinen büschelweise auf gesund belaubten und dauerblühenden Pflanzen deren kompakter Wuchs zügig zu geschlossen wirkenden Beeten führt. (Tantau 2010; nominiert von Tantau)

‘Lemon Rambler’
Soft wie Vanilleeis wirken die kleinen gefüllten Blüten dieses öfterblühenden Ramblers. Sie stehen in großen Büscheln, duften gut und putzen sich selbst. Das Laub ist gesund und die bis etwa drei Meter hohen Triebe schaffen es spielend, einen Rosenbogen, Obelisken oder ähnliche Aufbauten zu umwachsen. Der moderat wachsende Rambler ist sie als Kaskadenstamm eine Augenweide. (Schultheis 2014; nominiert von Schultheis)

’Summer of Love’
Die einfachen Schalenblüten sind relativ groß. Vom Rand her überzieht ein warmer Rotton das Gelb und sorgt eine fröhliche, ausgelassene Farbwirkung. Die Blütenfülle ist beeindruckend – der Flor hält vom Frühsommer bis Spätherbst an. Auch die Belaubung ist extrem gesund und die knapp meterhohen, eher breiten Pflanzen strotzen vor Vitalität und bescherten 2018 das ADR-Siegel. (Züchter: Kordes 2017; nominiert von Kordes)

’Wellenspiel’
Das helle Rosa der stark gefüllten, leicht duftenden Blüten wirkt frisch. Da sie sich den ganzen Sommer über an den ca. 120 cm hohen, sehr gesund belaubten Sträuchern büschelweise zeigen, ist diese Sorte eine ideale Besetzung für viele Gartensituationen. Alle reizvollen Details fügen sich zu einem überzeugenden Gesamtbild einer modernen Strauchrose im nostalgischem Look. (Kordes 2016; nominiert von Kordes)

Rose der Vorjahre

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Hier erfahren Sie, welche Rosen im Jahr 2019Jahr 2018 und im Jahr 2017 nominiert waren.