Überlingen – Natur- und Gartenstadt am Bodensee

Traumhafte Parkanlagen, eine kilometerlange Uferpromenade und die verwinkelten Altstadtgassen mit ihren geschichtsträchtigen Gebäuden laden zum Flanieren und Erkunden ein. Überlingen geht auf eine alemannische Siedlung zurück. Dies belegt der Name, der sich aus „Iburinga“ (Siedlung der Sippe des Ibur (Ebers)) entwickelt hat. Schon in der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts muss es eine Siedlung mit Schiffslände gegeben haben, denn der Hl Gallus kam mit dem Schiff, als ihn der in „Iburinga“ residierende Alemannenherzog Gunzo (+ nach 635) zu sich rief. 770 wird „Iburinga“ erstmals urkundlich erwähnt. Die verkehrsgeografisch günstige Lage an der schmalsten Stelle des Bodensees einerseits und am Schnittpunkt dreier Straßen andererseits bildete die Grundlage für den Aufstieg Überlingens zu einer blühenden Handelsstadt. Von hier aus war die schnellste Personen- und Güterbeförderung zwischen dem bis auf die Schwäbische Alb reichendenden Einzugsgebiet und Konstanz sowie der Schweiz möglich.

Der Stauferkaiser Friedrich I. Barbarossa verlieh der Siedlung 1180/81 das Marktrecht, unter Friedrich II. wurde im frühen 13. Jahrhundert aus dem Markt eine „königliche Stadt“. Nach der Erhebung zur Stadt legte Überligen die erste Befestigung um die heutige Kernstadt an. Nach dem Aussterben der Staufer 1268 wurde Überlingen als Reichsstadt Teil des Heiligen Römischen Reichs. Schon früh betrieb die Stadt auf einer Fläche von rund 270 ha intensiven Weinbau. Bis ins 17. Jahrhundert war Überlingen mit bis zu 5 Millionen Litern pro Jahr der größte Weinproduzent am Bodensee! Rund die Hälfte ging in den Export. Noch wichtiger war der Handel mit Getreide, das aus dem oberschwäbischen Hinterland kam, auf dem Überlinger Markt gehandelt wurde und von dort aus vor allem in die Schweiz ging.

Bis ins 19. Jahrhundert besaß Überlingen den weitaus größten Kornmarkt am Bodensee und einen der größten Kornmärkte Süddeutschlands. Ein Monument, das Frömmigkeit und Selbstbewusstsein der Bürgerschaft manifestiert, ist das von 1350 bis 1576 entstandene St. Nikolaus-Münster, der größte spätgotische Kirchenbau der Bodenseeregion. In seinen Kapellen stehen zahlreiche, durch Bürger gestiftete Altäre von der Gotik bis zu Barock, im Chor der vom Rat in Auftrag gegebene und von Jörg Zürn und seiner Werkstatt 1613-1616 geschaffene Hochaltar. 1632 und 1634 wurde Überlingen durch die Schweden vergeblich bestürmt und belagert. Die Besetzung Überlingens durch französische, bayerische und schwedische Truppen dauerte bis 1649. Die badische Stadt öffnete sich seit dem frühen 19. Jahrhundert schrittweise dem Tourismus. Am Beginn stand die Idee, die in Vergessenheit geratene Heilquelle für Kurgäste nutzbar zu machen.

Seit 1828 verfügt Überlingen mit dem „Bad-Hotel“ über ein bald weithin bekanntes und geschätztes Kurhotel, das über einen eigenen Kurgarten mit Trinkbrunnen verfügte. Als Annehmlichkeiten entstanden 1857 mit dem Landungsplatz ein „Empfangsraum“ für die mit dem Dampfschiff ankommenden Gäste und seit 1862 nach dem Abriss der Stadtmauer am See die Seepromenade, die heute mit einer Länge von rund 5 km zu den längsten am Bodensee zählt. Ab 1875 legte man Spaziergänge in den Wehrgräben, vor allem jedoch den bis heute weithin berühmten Stadtgarten an, der mit seinen seltenen Bäumen und Kakteen neben der Mainau zu den botanischen Sehenswürdigkeiten der Region zählt. Hatte die seit den 1820er-Jahren auf dem Bodensee betriebene Dampfschifffahrt den Tourismus in Überlingen begünstigt, so förderte der Anschluss der Stadt an das Eisenbahnnetz 1895/1901 die Ansiedlung von Gewerbebetrieben. Der Begriff „Gartenkultur“ prägt Überlingen bis in sein historisches Zentrum hinein. Herrliche, schattige Parks, verwunschene Gärten und die begrünten ehemaligen Festungsanlagen beleben das wunderschöne Stadtbild.

Auch abseits der „botanischen Höhepunkte“ wie dem Stadtgarten und dem Badgarten gibt es in Überlingen eine Menge zu entdecken. Auf dem rund vier Kilometer langen und vollständig ausgeschilderten Gartenkulturpfad lernen Sie die schönsten Parks, Gärten und Grünflächen Überlingens kennen. Sie schlendern durch romantische Straßen und Wege und genießen wunderbare Ausblicke über den See und die Altstadt.

Viele Gärten laden zum Verweilen und zu einem Spazieren ein: Rosengarten, Badgarten, Kurpark am See, Untere und Obere Stadtgarten, Rosenobelgärten, Villengärten, Menzinger Gärten und Uferpromenade.

Weitere Informationen: 
Überlingen Marketing und Tourismus GmbH

Landungsplatz 3-5
88662 Überlingen am Bodensee
Tel.: 07551 9471522
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E-Mail: info@ueberlingen-bodensee.de

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